In seiner Sitzung am 17. August 1953 beschloss der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Neuenkirchen den Bau einer Kirche in Druffel. Noch im selben Monat wurde ein Bauausschuss von 16 Männern gewählt. Die Pläne des Paderborner Architekten Dietrich sahen einen 24 Meter langen und 11,3 Meter breiten Kirchenbau mit etwa 200 Sitzplätzen und einem 29 Meter hohen Turm vor. Im Januar 1954 sammelten die Mitglieder des Bauausschusses in einer Haussammlung bei 127 Personen die Summe von 45.268 DM. Im selben Monat schenkte der Landwirt Konrad Wittreck der Kirchengemeinde ein 1 Morgen großes Grundstück, das mit einem gleich großen Teil des Schullandes getauscht wurde. Nachdem das Erzbistum Paderborn eingewilligt hatte, die Hälfte der Baukosten zu tragen, konnte am 7. September 1954 der erste Spatenstich vorgenommen werden. Ende Mai 1955 wurde der Kirchturm gerichtet und am 14. August 1955 ertönte zum ersten Mal das Geläut der Kirchenglocke. Die fis-gestimmte Glocke wurde 1923 in Brilon gegossen und hat bei einem Durchmesser von 108 cm ein Gewicht von 665 kg. Bevor die von der Neuenkirchener Familie Ellendorf gestiftete Glocke in Druffel zum Einsatz kam, gehörte sie zum Neuenkirchener Geläut. Am 23. September 1956 wurde die Kirche von Erzbischof Lorenz Jaeger geweiht. Im Pfarrbrief vom 27. Februar 2011 wurde bekannt gegeben, dass ab dem 1. April 2011 keine regulären Sonntagsgottesdienste in der Herz-Jesu-Kirche mehr abgehalten werden.
Am Sonntag, den 4. Oktober 2026, wurde die Herz-Jesu-Kirche in Druffel nach sieben Jahrzehnten sakraler Nutzung in einem feierlichen und restlos gefüllten Gottesdienst offiziell profaniert (entwidmet). Die feierliche Messe wurde gemeinsam von Dechant Thomas Hengstebeck, Pfarrer Andreas Zander sowie den Diakonen Heinz Kaupenjohann und Klaus Henkenherm zelebriert.
Ein besonderer Dank der Gemeinde galt dem Ehepaar Bernadette und Josef Merschbrock für ihren jahrzehntelangen, aufopferungsvollen Küsterdienst sowie Reinhold Hansmeier für die langjährige Pflege der Außenanlagen. Auch der große Einsatz von Diakon Heinz Kaupenjohann für den Erhalt des Sakralbaus und des Organisten Paul-Leo Leenen wurden am Ende dankbar hervorgehoben.
Zum Ende der Messe verlas der Dechant das am 2. Juli von Generalvikar Thomas Dornseifer unterzeichnete Dekret. Mit den anschließenden liturgischen Handlungen – der feierlichen Entnahme der Reliquien des Heiligen Kastus aus dem Altar, dem Auszug des Allerheiligsten aus dem Tabernakel sowie dem Erlöschen des Ewigen Lichts – endete die sakrale Ära des Gotteshauses. Das Gebäude soll künftig einer privaten Nutzung zugeführt werden. Das jahrzehntelang ortsbildprägende Angelusgeläut (um 7, 12 und 18 Uhr) verstummt damit ebenfalls.